Am 6. November 2019 fand an der Hans-Geiger-Schule eine Basismodul-Fortbildung des Pädagogischen Landesinstitutes für Lehrkräfte statt, deren Schulen BNE-Schulen werden wollen. Diese Fortbildungsmöglichkeit nutzte das Kollegium der Hans-Geiger-Schule als Studientag.

„Wenn wir nicht dringend unseren Lebensstil ändern, setzen wir das Leben selbst aufs Spiel.“ 

Antonio Guterres am 23.09. 2019, UN-Klimagipfel, New York

„Planst du für ein Jahr, so säe Korn, planst du für ein Jahrzehnt, so pflanze Bäume, planst du für ein Leben, so bilde Menschen“

Chinesische Weise Kuan Tzu vor mehr als 2300 Jahren

Um die transformative Bildung voran zu treiben, hat die UNESCO von 2015 bis 2019 das Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Deutschland setzt sich für die nationale Umsetzung des Weltaktionsprogramms ein. Unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Bundesregierung eine Nationale Plattform zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms eingerichtet. Dem Gremium gehören 39 Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an – darunter auch Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK). Herr Walter Hirche, Mitglied im Vorstand der DUK und Vorsitzender ihres Fachausschusses Bildung, stellt als Berater die Anbindung an die internationalen BNE-Prozesse sicher.

17 ZIELE FÜR EINE GLOBALE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG – Sustainable Development Goals – SDG

  • Im Rahmen der UN-Agenda 2030 wurden einstimmig 17 globale Nachhaltigkeitsziele beschlossen (am 25.9.2015 durch die Generalversammlung der UNO, Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2015)
  • Bindend für alle 193 UNO-Mitgliedstaaten
  • Keine Sanktionen bei Nichterfüllung
  • Laufzeit 2016 bis 2030 •Formulierung von 17 Hauptzielen

BNE ist die Abkürzung für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten, Terror und Flucht?
Für unsere Schüler*innen an der Hans-Geiger-Schule bedeutet das, dass sie lernen und erfahren sollen in der globalisierten Realität des 21. Jahrhunderts nicht nur zu bestehen, sondern verantwortungsvoll an deren Gestaltung teilzunehmen. Sie sollen den ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen begegnen und Fähigkeiten und Kenntnisse haben, um an der Gestaltung ihres eigenen Lebensraums und der Welt zu partizipieren. Sie sollen die Konsequenzen getroffener Entscheidungen lernen zu verstehen und fähig sein, aktiv an der Entwicklung nachhaltig agierender Gesellschaften teilzuhaben.

Die eigene Haltung und das Handeln als Schlüssel für Bildung für nachhaltige Entwicklung:
Kann jeder Einzelne dazu beitragen, die Welt etwas besser zu machen?

Persönliche Klärung
Haltung: Wohin weht der Wind, den ich mache?
Handeln: Welche Spuren hinterlasse ich?

Austausch in der Gruppe zu den eigenen Erkenntnissen und Handlungsoptionen
a) Erkenntnisse (blau)
b) Stolpersteine (rot)
c) Visionen (grün)

„Wenn du immer versuchst, normal zu sein, wirst du nie wissen, wie besonders Du sein kannst“ (Maya Angelou)

Die Kolleginnen der Hans-Geiger-Schule präsentierten die bereits an der Schule fest installierten BNE-Projekte in mehreren kleinen bildunterstützten Vorträgen und einem Schulrundgang.