Unsere Philosophie

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Der wichtigste Aspekt unserer Schulphilosophie ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass wir unser Zusammenleben so gestalten, damit alle Menschen heute und morgen ihre grundlegenden Bedürfnisse befriedigen, in Würde leben und sich frei entfalten können. Die Ressourcen des Planeten sollen dabei geschont werden.

So gehen in BNE Leseförderung, Methoden-, Team- und Kommunikationstraining, die Entwicklung pädagogischer Leitlinien innerhalb der Schulgemeinschaft und mit schulübergreifenden Kooperationspartnern sowie die Partnerschaft mit einer Schule im afrikanischen Ruanda als gleich wichtige Bausteine darin auf.

Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 30 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Mit der Agenda 2030 wird ein Gesamtziel verfolgt: Gesellschaften weltweit leben friedlich und nachhaltig zusammen. Nachhaltige Entwicklung braucht gesellschaftlichen Wandel. Um dies zu erreichen, ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) essentiell. Als ein wichtiger Treiber für die Agenda 2030 knüpft sich BNE eng an die Agenda 2030 und ihre 17 globalen Nachhaltigkeitsziele.

Das aktuelle UNESCO-Programm „BNE 2030“ (2020 – 2030) baut auf das UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE (WAP BNE 2015 – 2019) und die UN-Dekade BNE (2005-2014) auf. Die Weltkonferenz für „BNE 2030“ fand vom 17. bis 19. Mai 2021 in Berlin statt und wurde von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet. Als zentrales Ergebnis der Konferenz verabschiedeten die Teilnehmenden die Berliner Erklärung, in der sie zusichern, BNE für die kommenden zehn Jahre zu unterstützen und in allen Bildungsbereichen zu verankern.

Unsere Schwerpunkte als BNE-Schule

Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Für unsere Schüler*innen an der Hans-Geiger-Schule bedeutet das, dass sie lernen und erfahren sollen in der globalisierten Realität des 21. Jahrhunderts nicht nur zu bestehen, sondern verantwortungsvoll an deren Gestaltung teilzunehmen. Sie sollen den ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen begegnen und Fähigkeiten und Kenntnisse haben, um an der Gestaltung ihres eigenen Lebensraums und der Welt zu partizipieren. Sie sollen die Konsequenzen getroffener Entscheidungen lernen zu verstehen und fähig sein, aktiv an der Entwicklung nachhaltig agierender Gesellschaften teilzuhaben.

FREI DAY: Das Lernformat zur Umsetzung der BNE

Beim FREI DAY (https://frei-day.org), dem Lernformat von Schule im Aufbruch (SiA), widmen sich Kinder und Jugendliche vier Stunden in der Woche ausschließlich der Zukunft: Der Frage, wie wir vor dem Hintergrund der globalen Ungerechtigkeiten und den planetaren Grenzen unser Leben fair und ökologisch nachhaltig gestalten.

Sie entwickeln eigene Projektideen, die sie – unterstützt von Lehrer:innen und außerschulischen Bildungsakteur:innen – allein und zumeist in jahrgangsgemischten Kleingruppen über mehrere Wochen oder Monate umsetzen. Die Schüler:innen werden von ihren Lernbegleiter:innen dabei strukturiert an den verantwortungsvollen Umgang mit der Freiheit und das Lernen im Projekt herangeführt.

Einige bereits an der Schule fest installierte BNE-Projekte

MINT-Bildung

In Kooperation mit der Jugend forscht AG und dem Leibniz Gymnasium versuchen wir Schüler und insb. Schülerinnen mit Interesse und Stärken in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik) in ihrem Talent zu bestärken und die Begeisterung zu festigen.

Schulgarten

Unser Schulgarten wird im Rahmen vom FREI DAY gepflegt und weiterentwickelt. Es macht viel Spaß um gemeinsam Hochbeeten und Insektenhotels zu bauen und Tomate und andere Gemüsesorten auszusäen, anzupflanzen und zu ernten.

Demokratiebildung

Demokratiebildung ist im Schulgesetz verankert. Mit der Vermittlung der demokratischen Werte werden alle dazu angeregt, sich an der Planung und der Umsetzung schulischer Projekte zu beteiligen, z.B. im Klassenrat und in Schulversammlungen.

SoLaWi

In Kooperation mit der Solidarischen Landwirtschaft Akazienhof Neustadt lernen wir über solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) und bauen gemeinsam möglichst umweltschonend und nachhaltig regionales Gemüse an.

Klasse2000

Klasse2000 ist das in Deutschland am weitesten verbreitete Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Unsere Schule nimmt schon seit vielen Jahren an diesem Gesundheitsförderungsprogramm teil.

Schulbienen

Über den Umgang mit Bienen erfahren wir unmittelbar, was Verantwortung, Biodiversität, gesunde Ernährung und Wirtschaftlichkeit bedeuten. Zusammen mit unserem Imker werden intensive Partizipation sowie gute Teamfähigkeit gefördert.

Partnerschule in Ruanda

Die Hans-Geiger-Schule pflegt seit Jahren Kontakt mit der Ecole Primaire Karambi in Ruanda (Afrika). Wir haben einen regen Briefaustausch und schicken uns gegenseitig Fotos und Zeichnungen der Schüler.

Mauersegler

Seit 2003 wird die Hans-Geiger-Schule jedes Jahr von Mauerseglern besucht. Als NABU-Mauerseglerschule können wir die selten gewordenen Zugvögel in den an der Schulhofseite des Gebäudes aufgehängten Nistkästen über eine Nestkamera auf einem Monitor beobachten.